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Bulladen på Aarø

Die Bohlenscheune - Ein Stück Kulturerbe auf Aarø

Das Erste, was du siehst, wenn du dich dem gemütlichen Hof Brummers Gaard näherst, ist die charakteristische Bohlenscheune aus dem 17. Jahrhundert. Sie wurde von einem kleinen Grundstück bei Haderslev hierher versetzt und ist eine Schenkung der Haderslev Kommune.

Ständerbohlenbauten sind reine Holzkonstruktionen, die in Dänemark bereits seit etwa dem Jahr 1000 bekannt sind. Der Name leitet sich von den senkrechten Ständern ab, in die übereinandergeschichtete dicke Bohlen eingefügt wurden. Die Technik des Ständerbohlenbaus stammt aus dem Mittelalter, vielleicht sogar aus der Wikingerzeit. Die Bohlenkonstruktion war ursprünglich als Elementbau gedacht, der leicht zerlegt und wieder zusammengebaut werden konnte. Dies bedeutet, dass viele der erhaltenen Ständerbohlenbauten mehrmals versetzt wurden, und somit heute nicht mehr an ihrem ursprünglichen Platz stehen. Weil diese Bauten so einfach zu versetzen waren, wurden sie, genau wie Möbel, als Inventar angesehen, nicht als Immobilie.

Früher waren solche Gebäude in Dänemark üblich, heute sind sie nur noch verstreut im östlichen Teil Südjütlands zu finden. In Dänemark wurde das Errichten von Ständerbohlenbauten aufgrund des immensen Holzbedarfs mehrmals verboten. Doch in dem waldreichen Gebiet zwischen Kolding und Aabenraa hat man trotz der Verbote bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts weiterhin Ständerbohlenbauten errichtet. Dies liegt daran, dass Südjütland zu dieser Zeit in Herzogtümer aufgeteilt war, die nicht der Gesetzgebung des Königreichs unterlagen, wo man die Bauten bereits im 17. Jahrhundert verboten hatte.

Die Bohlenscheune auf Aarø ist eine von nur wenigen erhaltenen Bohlenscheunen, und sie wird noch immer für diverse Veranstaltungen genutzt.